WM-Qualifikation in Dresden: Deutschland schlägt Griechenland 3:0!

Deutschland hat sich mit einem 3:0-Sieg (25-18, 25-20, 25-14) über Griechenland die Chance auf ein Ticket für die WM 2006 in Japan erhalten: Mit dem ersten Sieg im zweiten Spiel bei der WM-Qualifikation in Dresden setzte sich die Mannschaft von Deutschlands Trainer Hee Wan Lee punktgleich mit Serbien & Montenegro auf den zweiten Platz. Ein 3:1-Sieg am morgigen Sonntag gegen Polen würde dem deutschen Team zur Qualifikation reichen.

Foto Tronquet: Angelina Grün sorgte wieder mal für die meisten deutschen Punkte.

Deutschland bot gegen die Griechinnen eine völlig veränderte Startformation im Vergleich zum Vortag auf: So setzte Lee mit Nadja Jenzewski (19) und Margarethe Kozuch (18) seine beiden Youngster ein. Und diese rechtfertigten das Vertrauen ihres Trainers, vor allem Zuspielerin Jenzewski spielte mutig und variabel. Und da auch die anderen deutschen Spielerinnen ohne große Schwankungen aufspielten, setzte sich die Gastgeberinnen kontinuierlich in den drei Sätzen ab. Dabei ließen sie sich auch nicht von einem 1:6-Rückstand im zweiten Satz aus der Ruhe bringen, denn vor allem der deutsche Block um den „Turm“ Christiane Fürst zeigte sich in diesem Spiel stets auf dem Posten. Die Griechinnen mit Spielführerin Charikleia Sakkoula an der Spitze enttäuschten nicht, machten aber in einigen Phasen noch zu viele Fehler.

Punktbeste Spielerinnen
Deutschland: Angelina Grün (13), Cornelia Dumler (10), Christiane Fürst (9)
Griechenland: Rouxantra-Kon Ntoumitreskou (9), Georgia Tzanakaki (8)


Stimmen zum Spiel
Eleni Fragkiadaki (Spielerin Griechenland): “Die Deutschen haben uns unter Druck gesetzt, und wir fanden keine Antwort darauf. Wir hätten besser spielen können.“

Dimitri Andreopoulos (Trainer Griechenland): “Wir wussten, dass Deutschland ein sehr gutes Team hat und besser ist als wir. Dennoch hatten wir uns eine kleine Chance ausgerechnet, deshalb sind wir sehr nervös gestartet. Die Deutschen haben uns mit ihren Aufschlägen stark unter Druck gesetzt, deshalb war unsere Annahme nicht sehr gut.“

Angelina Grün (Spielerin Deutschland): “Ich bin froh, dass wir 3:0 gewonnen haben, nachdem wir gestern keinen guten Einstand in die WM-Qualifikation hatten. Ich hoffe, dass wir uns jetzt freigespielt haben. Wir hatten uns vorgenommen, ruhiger zu spielen als gestern. Das haben wir geschafft, vor allem auch unsere jungen Spielerinnen. Morgen müssen wir gut spielen und um jeden Punkt kämpfen.“

Hee Wan Lee (Trainer Deutschland): "Ich wollte mit den Wechseln frischen Wind in die Mannschaft bringen, um nach der Niederlage eine andere Atmosphäre zu schaffen. Ich habe das Risiko gesucht und auch den jungen Spielerinnen Nadja Jenzewski und Margarethe Kozuch eine Chance gegeben. Wir haben in allen Elementen sehr gut gespielt und eine bessere Leistung als gestern gebracht.“




Der ausführliche Spielbericht

Aufstellung

Deutschland: 3 (Jenzewski), 11 (Fürst), 13 (Bouagaa), 14 (Radzuweit), 15 (Grün), 16 (Kozuch), 4L (Tzscherlich)
Griechenland: 3 (Fragkiadaki), 4 (Koutouxidou), 8 (Sakkoula), 9 (Ntoumitrescou), 15 (Tzanakaki), 18 (Chatzinikolaou), 10L (Vlachou)

Ein Angriff von Angelina Grün, einer von Christiane Fürst und schon stand es 2:0 für Deutschland und war gleichzeitig auch ein besserer Start ins Match als gestern gegen Serbien & Montenegro. Griechenland ließ sich durch dies aber nicht beeindrucken und holte nach und nach auf (zwischenzeitliche 3:2-Führung). Mit einem „Notpass“ von Kathy Radzuweit und dem daraus sicher verwandelten Punkt durch Kozuch wurde die Wende zum durchgängigen Erfolg im deutschen Spiel eingeleitet. Ein Doppelblock von Radzuweit und Jenzewski, sowie ein Ass von Radzuweit direkt im Anschluss führten erneut zu einem 2-Punkte-Vorsprung bei der ersten technischen Auszeit dieses Satzes (8:6). Die Griechinnen machten anschließend 2 Punkte in Folge (8:8), aber ein schnelles Spiel über die Mitte (Fürst) bringt die Führung für Deutschland zurück und sollte im Verlauf des Satzes auch nicht mehr hergegeben werden. Ein Ass durch Kozuch besiegelte das 16:13, ein Angriff von Grün über 2 die Chance zum Satzgewinn und ein Schnellangriff über die Mitte durch Fürst den endgültigen und sicheren 1. Satzgewinn (25:18).

Beim Stand von 1:3 wechselte Hee Wan Lee Cornelia Dumler für Atika Bouagaa ein, die bis dato oftmals unglücklich agierte. Nach einem zwischenzeitlichen Gleichstand (9:9) ging das deutsche Team nach einem erfolgreichen Angriff von Fürst erstmals beim Stand von 11:10 in Führung, bewahrte sich den Vorsprung durch gute Blockaktionen (Kozuch, Dumler, Radzuweit) und sicher verwandelte Angriffe (Radzuweit, Grün) und Margarethe Kozuch war es vorbehalten, den zweiten Satz mit einem Angriff erfolgreich zu beenden (25:20).

Der dritte Satz stand dann ganz im Sinne des deutschen Teams. Scheinbar wie ausgewechselt zum gestrigen Spiel spielten sie leicht und unbekümmert. Durch sehr variable Spielzüge gaben sie zu keinem Zeitpunkt in diesem Satz die gleich zu Beginn erworbene Punkteführung mehr aus der Hand. Insbesondere Cornelia Dumler, Christiane Fürst und Margarethe Kozuch setzten in diesem dritten und letzten Satz durch ihre erfolgreichen Aktionen viele positive Akzente.

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 18.06.2005!

 
 
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