U18-EM (w): Deutschland ohne Medaille - Geerties punktbeste Turnierspielerin

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Foto CEV: Ein symptomatisches Bild: Im Hintergrund jubeln die Serbinnen, Deutschlands Nele Barber blickt enttäuscht.

Am Ende wurde die starke EM der deutschen U18-Auswahl nicht mit einer Medaille belohnt: Die Mannschaft von Trainer Jens Tietböhl unterlag im Spiel um Platz drei in Ankara/TUR den Serbinnen 1:3 (20-25, 26-28, 25-22, 25-22), qualifizierte sich jedoch für die Jugend-WM, die ebenfalls in Ankara ausgetragen wird. Eine Auszeichnung gab es dennoch für Deutschland: Kapitän Jennifer Geerties wurde punktbesten Spielerin des Turniers. Punktbeste Spielerinnen gegen Serbien waren Carina Aulenbrock (12) und Nele Barber (10).

Die Partie Deutschland gegen Serbien begann ausgeglichen. Beim Stand von 11:8 setzte sich die DVV-Auswahl mit einem Aufschlag-Ass von Carina Aulenbrock das erste Mal ab. Doch Serbien ließ sich nicht beeindrucken – 13:14. Die deutsche Mannschaft wirkte müde, fand nicht zu seiner bisherigen Stärke. Beim Stand von 14:17 nahm Bundestrainer Jens Tietböhl die zweite Auszeit. Doch das half nicht, Serbien punktete ein ums andere Mal, verwandelte schließlich den ersten Satzball zum 25:20.

Im zweiten Durchgang nahm Kapitän Jennifer Geerties das Zepter in die Hand, machte bis zur ersten technischen Auszeit (8:6) drei Punkte im Angriff und ein Aufschlag-Ass. Die DVV-Auswahl führte 19:18, dann drehte Serbien auf. Beim Stand von 22:24 hatte der Gegner zwei Satzbälle. Deutschland wehrte sich, es fehlte jedoch das letze Quäntchen Glück. Serbien machte den entscheidenden Punkt zum 28:26.

Zu Beginn des dritten Satzes legte die DVV-Auswahl eine Kohle drauf, führte 4:0 und 7:5. Dann schlichen sich wieder viele Fehler ein, Serbien konterte zum 7:10. Die 134-minütige Halbfinal-Partie gegen Italien steckte den deutschen Mädels wohl noch in den Knochen. Die letzte Durchschlagskraft fehlte – 14:17. Als die eingewechselte Lisa Izquierdo den Angriff des Gegners zum 20:20 blockte bekam die Mannschaft wieder Mut. Jennifer Geerties ging schließlich an den Aufschlag und versenkte den Ball im gegnerischen Feld – 25:22.

Doch der Satzgewinn brachte der DVV-Auswahl keinen Aufwind. Serbien dominierte den vierten Durchgang, führte 12:7 und 19:13. Als Deutschland nach zwei erfolgreichen Blockaktionen von Lena Stigrot noch einmal auf 24:21 heran kam keimte Hoffnung auf. Die jedoch sofort im Keim erstickt wurde. Serbien verwandelte den fünften Matchball nach knapp zwei Stunden zum 25:21 und holte sich damit EM-Bronze.

„Mental und körperlich hat es heute einfach nicht gereicht“, sagte Tietböhl nach dem Spiel enttäuscht. Fügte aber hinzu: „Meine Mädels haben ein tolles Turnier gespielt.“

Im Finale schmetterte die Türkei vor einer beeindruckenden Kulisse von 4000 Zuschauern Italien glatt mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:19) ab und bescherte seinem Land die Gold-Medaille.

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(Anne Grimm)

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 08.05.2011!

 
 
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